Alles begann 2010 mit der Präsentation eines noch nie dagewesenen Bikes, das schon bald für Überraschungen sorgte. Dass sich diese brutale Leistung, Cruiser Optik und ein 240er Hinterreifen so agil bewegen lassen, dachte sich keiner. 2016 folgte die XDiavel, die als erste Ducati vorverlegte Fußrasten besaß.

Im Jahr 2021 hat die XDiavel bereits eine treue Fangemeinde. Diese will versorgt werden, denn neben der XDiavel S und der Dark-Version steht für 2021 die neue Black Star bereit. Diese zeichnet sich durch ihre exklusive Lackierung, den geschmiedeten 17 Zoll Felgen (reduzieren das Gewicht um 2 Kilogramm), Brembo M50-Kolben und der DLC-Beschichtung der Marzzochi Gabel aus. Außerdem kommen Bluetooth-Connectivity und ein LED-Tagfahrlicht noch oben drauf.

Die Ducati XDiavel Black Star im Alltag

Der Teufel hat eine gutmütige Seite! Dank des niedrigen Schwerpunkts und der ebenso niedrigen Sitzhöhe von 755 mm lässt sie sich relativ einfach durch den Verkehr manövrieren. Einzig der geringe Lenkeinschlag und die schwergängige Kupplung beenden den Spaß in der Stadt, zusätzlich ist der 1.262 Kubik große Zweizylinder kein Freund niedriger Drehzahlen. Tatsächlich verlangt die XDiavel in der Stadt einiges vom Fahrer ab.

Adrenalin-Feuerwerk auf der Landstraße

Sobald die Häuserschluchten hinter einem liegen und die offene Straße beginnt, kommt die XDiavel in ihr Element. Von den drei Fahrmodi Urban, Touring und Sport wird die dritte Auswahl aktiviert, wodurch die Black Star ihr gesamte Leistung von 160 PS bei 9.500 Umdrehungen und 127 Nm bei 5.000 Umdrehungen mobilisiert. Hier lässt sie jegliche Cruiser-Ähnlichkeiten hinter sich und zeigt was sie wirklich ist: Ein brutales Sportgerät. Mit einer Soundexplosion befördert sie per Riemenantrieb die Leistung an die 240er Walze, dass jede Hilfe zu spät ist. Festhalten ist hier die Devise! Auch wenn in der heutigen Zeit 160 PS am Papier nach beherrschbarer Leistung klingt, kann diese Beschleunigung nur als "geisteskrank" beschrieben werden,.

Die Ducati XDiavel Black Star - eine unerwartete Kurvenräuberin

Die zwei 310er Scheiben mit je vier Brembo M50-Kolben und die 245er Scheibe mit Brembo Zweikolbensattel bremsen kräftig.
Es ist einfach unglaublich, wie agil sich dieses Monstrum bewegen lässt. Egal wie viele Testberichte man liest, dieses Gefühl muss man selbst im Sattel erleben! Absolut instinktiv und mühelos fällt sie von Kurve zu Kurve und ist eigentlich schon einfach zu fahren! Natürlich nur, bis der Testastretta am Kurvenausgang von der Leine gelassen wird!

Das Geheimnis des italienischen Power-Cruisers

Wie kann ein Bike im Cruiser-Kleid mit 240er Walze und relativ flacher Gabel solche Fahrleistungen erbringen? Einerseits muss die Fahrwerksabstimmung gelobt werden. Die voll einstellbare Marzocchi USD-Gabel mit 50 mm Durchmesser und das in Zugstufe und Vorspannung einstellbare Federbein sind zwar für die Stadt viel zu hart abgestimmt, sobald smoothe Landstraßen beginnen, kommen die Komponenten in ihr Element. Die vermittelte Stabilität und Sportlichkeit werden wird durch die Serienbereifung nur verfeinert. Zwar kommt der Pirelli Diablo Rosso 3 im Heck mit einer gewaltigen 240/45-17 Dimension daher, finden wir in der Front jedoch die übliche Supersport Größe: 120/70-17. Damit schafft es die XDiavel ein wahrlich scharfes und sportliches Einlenkverhalten zu generieren, was man ihr im ersten Moment niemals zutrauen würde.

Die Ducati XDiavel präsentiert sich weiterhin als echte Waffe und bietet in der Black Star Variante eine herrliche Optik mit umfangreicher Ausstattung. Klassische Cruiser Piloten, oder Sportbike Fahrer wird man damit wahrscheinlich nicht ansprechen, doch die Fangemeinde ist bereits groß und eingefleischt. Auch wenn sie auf den ersten Blick wie ein Poserbike wirken mag, ist sie in Wahrheit ein unglaublich sportives Motorrad in Cruiser-Camouflage.