Ducati überarbeitet die Streetfighter V4-Modelle nach dem Vorbild der Panigale. V4, S und SP2 bekommen geänderte Chassis, Fahrwerke, Elektronik und neue Aufkleber.

 

Neuheit Nummer 5 von Ducati sind eigentlich gleich drei Neuheiten. Wobei, eigentlich handelt es sich hierbei gar nicht um richtige Neuheiten, da es hier um Modellpflegemaßnahmen fürs nächste Modelljahr geht. Für 2023 frischt Ducati die drei Streetfighter V4-Modelle auf. V4, V4 S und V4 SP2 erhalten die letztjährigen Updates aus der Panigale an Chassis und Elektronik. Die Leistung bleibt mit 208 PS hoch, die Preise steigen je nach Modell um bis zu 2.100 Euro.

 

Panigale-Chassis für die Streetfighter

Bereits 2022 überarbeitete Ducati das Chassis der Panigale V4. Den Schwingendrehpunkt verlagerte Ducati um 4 Millimeter nach oben, um der Squat-Neigung entgegenwirken, also dem zu stark einsinkenden Heck beim harten Beschleunigen aus Schräglagen heraus. Ein größerer Schwingenwinkel ist eine Möglichkeit dazu und das erreicht Ducati mit dem höheren Drehpunkt. Diese neue Geometrie bekommen die Streetfighter V4 für 2023 ebenso wie die etwas weicheren Federn in Front und Heck. Wie gehabt besteht das Fahrwerk der V4 aus konventionellen, volleinstellbaren Federelementen von Showa in Schwarz vorn und Sachs hinten. Ebenfalls von Sachs stammt der Lenkungsdämpfer. Die V4 S und die SP fahren mit semi-aktiven Federelementen von Öhlins, zu erkennen an den goldenen Standrohren. Beide Top-Modelle stattet Öhlins mit einem Lenkungsdämpfer aus.

Unterschiedliche Felgen für jedes Modell

Drei Modelle, drei Felgen. Neben den Federelementen selbst unterscheiden sich die drei Modelle über die verwendeten Felgen. Die V4 steht auf gegossenen Alufelgen mit leicht geschwungenen Speichen. Ebenfalls aus Alu, allerdings aus einem Schmiederohling, fräst Marchesini die Räder der V4 S. Noch leichter sind die Räder der SP2. Auf einer Nabe aus Alu sind Speichen und Felge aus Carbon gebacken. In Summe sind die SP2-Räder 3,4 Kilo leichter als die Gussräder der V4 und 1,4 Kilogramm leichter als die Schmiederäder der V4 S. Bezogen sind alle Radformen mit Reifen in den Dimensionen 120/70 ZR 17 vorn und 200/60 ZR 17 hinten.

Ducati Streetfighter V4 S SP2 2023 3

V4 bleibt stark

Der Desmosedici Stradale-V4 hat in den Streetfighter-Modellen weiterhin 1.103 Kubik, erzeugt 123 Nm bei 9.500 Touren und leistet maximal 208 PS bei 13.000 /min.. Wer die optionale Racing-Anlage von Akrapovic montiert und das Mapping aufspielt, hat 220 PS und 130 Nm in der Hand und sprt 5 Kilo Gewicht. Dieser Motor sollte alle 12.000 Kilometer oder jährlich gewartet werden. Das Ventilspiel soll alle 24.000 Kilometer gecheckt werden. Die SP2 trägt exklusiv ab Werk eine Trockenkupplung. Der Normverbrauch liegt bei 7,6 Litern pro 100 Kilometer, was mit dem neuen größeren 17-Liter-Tank (2022: 16 Liter) theoretisch 223 Kilometer Reichweite bedeutet.

Mehr Elektronik

Mit dem Modelljahr 2023 bekommen alle Streetfighter V4 neu abgestimmte fahraktive Sicherheitsprogramme. Zu erkennen am Zusatz Evo 2, programmierte Ducati die Traktionskontrolle, Wheelie Control, Quickshifter und die Dämpferprogramme der Federelemente neu.

Frische Optik für die V4

Optisch ändert Ducati nur wenig an den 3 Streetfightern. Die Schriftzüge am Tank werden etwas größer, die Seiten- und Kühlerverkleidungen bekommen die Modellbezeichnung und einen Ducati-Schriftzug prominent auf die Flanke geklebt. Die Winglets bleiben allen 3 Modellen erhalten, die SP2-Flügel sind weiterhin aus Carbon. V4 und V4 S sind in Rot erhältlich, die S zusätzlich als Version in Schwarz und Grau. Die SP2 bleibt mit dem gebürsteten Tank und viel Schwarz der Winterlackierung treu.

Neue Preise 2023

Sehr deutlich ändert Ducati die Preise der drei V4-Streetfighter in Deutschland. Die V4 verteuert sich von 21.190 auf 23.390 Euro, die V4 S kostet ab 26.290 Euro rund 1.300 Euro mehr und die SP2 steht mit 35.990 Euro um 2.400 Euro höher in der Liste als noch 2022.