Dass 2026 die neue Ducati DesertX mit dem neuen V2-Motor kommt, war kein Geheimnis. Ende Februar stellte Ducati die neue Enduro offiziell vor, mit allen technischen Daten – und 700 Euro preisgünstiger.
Nach der Umstellung der V2-Modelle Panigale, Streetfighter, Monster, Multistrada und Hypermotard auf den neuen Motor fehlte nur noch die neue DesertX .
Die neue Ducati DesertX V2 für 2026
Am 25. Februar 2026 erschien die Serienversion der neuen Ducati DesertX V2. Wie erwartet und vorauszusehen war, bleibt das Konzept einer relativ leichten und sportlichen Zweizylinder-Enduro unverändert. Sogar das Design bleibt auf den ersten Blick gleich. Erst bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass es sich hier wirklich um die neue DesertX handelt.
Neuer V2-Motor ohne Desmodromik
Neu an der Ducati DesertX V2 ist vor allem der Motor. Beim neuen V2 verzichtet Ducati auf die bisher markentypische desmodromische Ventilsteuerung. Im konventionellen Ventiltrieb mit obenliegenden Nockenwellen (dohc) übernehmen also konventionelle Federn das Schließen der jeweils 4 Ventile pro Zylinder.
Motor-Gewicht nur 54,9 kg
Das bringt objektive Vorteile mit sich: Der neue Motor der Ducati DesertX V2 ist – trotz Wasserkühlung – besonders leicht, laut Ducati wiegt er nur 54,9 Kilogramm. Und der Wartungsaufwand ist ohne Desmodromik deutlich geringer: Ventilspielkontrolle nur alle 45.000 Kilometer, Ölwechsel nur alle 15.000 Kilometer oder alle 2 Jahre.
Variable Ventilsteuerung IVT
Zudem optimieren variable Einlassnockenwellen (IVT) den Drehmomentverlauf der neuen Ducati DesertX V2. In unseren ausführlichen Tests der bereits eingeführten neuen V2-Modelle hat der Antrieb nicht nur funktional überzeugt, sondern geradezu begeistert, in jeglicher Hinsicht.
110 PS Spitzenleistung für die DesertX – wie bisher
Mit traditionellen 90 Grad Zylinderwinkel und mit 890 Kubik kommt der neue Motor bei der neuen Ducati DesertX V2 auf 110 PS (81 kW) bei 9.000/min sowie auf maximal 92 Nm bei 7.000/min. Zum Vergleich: Die bisherigen Motor-Eckdaten der DesertX waren 937 Kubik, 110 PS (81 kW) bei 9.250/min und 92 Nm bei 6.500/min. Ein Quickshifter am 6-Gang-Getriebe war bereits Standard, die länger übersetzten Gänge 5 und 6 sollen künftig Drehzahlen und Spritverbrauch senken.
Neues Enduro-Fahrwerk
Am Fahrwerk der neuen Ducati DesertX V2 sind ebenfalls einige Änderungen zu entdecken. Prinzipiell bleibt das sportliche Enduro-Layout mit langen Federwegen über 200 Millimeter, 21-Zoll-Vorderrad und 18-Zoll-Hinterrad zwar gleich, doch beim Monocoque-Rahmen sowie bei der Hinterradschwinge, beides aus Aluminium, handelt es sich um neu konstruierte Komponenten. Und: Der neue V2-Motor trägt mit.
Komponenten von Kayaba (KYB), Sachs, Pirelli und Brembo
Federbein und Upside-down-Telegabel für die neue Ducati DesertX V2, jeweils voll einstellbar, liefert Kayaba (KYB). Hinzu kommt ein Lenkungsdämpfer von Sachs. An den Kreuzspeichenrädern schlauchlos montiert werden ab Werk Pirelli Scorpion Rally STR, vorn 90/90-21, hinten 150/70 R 18. Und die Komponenten für die insgesamt 3 Scheibenbremsen liefert weiterhin Brembo.
209 kg ohne Sprit im neuen 18-Liter-Tank
Ohne Sprit wiegt die neue Ducati DesertX V2 angeblich 209 Kilogramm (bisher: 210 kg). In den neuen Polymer-Tank passen 18 Liter (bisher: 21 Liter).
Technische Daten, Ausstattung und Details
Selbstverständlich ist die neue Ducati DesertX V2 mit aktuellen, schräglagensensiblen und einstellbaren Assistenzsystemen ausgerüstet. Ebenso mit LED-Leuchten rundum und einem neuen TFT-Display (5 Zoll). Wie gehabt, ist das Sortiment an Original-Zubehör umfangreich, und auch Modell-Varianten wie "Rally" oder "Discovery" könnten erneut folgen.
Neue Ducati DesertX V2 zum günstigeren Preis
16.390 Euro kostet die neue Ducati DesertX 2026, zuzüglich 345 Euro Liefernebenkosten. Damit ist sie 700 Euro preisgünstiger als die bisherige DesertX (zuletzt ab 17.090 Euro). Die weiße Grundfarbe bleibt gleich, allerdings wird aus "Star White Silk" im Jahr 2026 "Matt Star White Silk".


